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ZUGFeRD Ratgeber

Peppol in Deutschland: Status und Ausblick

Peppol (Pan-European Public Procurement Online) ist ein europaweites Netzwerk für den sicheren und standardisierten Austausch von E-Rechnungen und anderen Geschäftsdokumenten. In Deutschland gewinnt Peppol durch die E-Rechnungsverpflichtung und EN 16931 immer mehr an Bedeutung. Lesen Sie weiter, um die technischen Hintergründe und Perspektiven zu verstehen.

Peppol beruht auf dem 4-Corner-Modell: Sender und Empfänger tauschen Dokumente über Access Points aus, die zertifizierte Access-Point-Provider betreiben. Die Rechnungsspezifikation Peppol BIS Billing 3.0 ist eine Spezifikation (CIUS) der EN 16931, mit der Pflichtsyntax UBL und optional CII; jede Rechnung nach BIS Billing 3.0 entspricht damit der Norm, aber nicht jede normgerechte Rechnung den zusätzlichen Peppol-Regeln. In Deutschland lässt sich auch die XRechnung über Peppol übertragen, in UBL und in CII. Einen Dokumenttyp mit dem Namen ZUGFeRD gibt es im Peppol-Netzwerk nicht. Die Peppol-Codeliste kennt aber seit Version 9.0 (Januar 2025) den Dokumenttyp „France Factur-X“ und seit Version 9.1 (März 2025) den Typ „Hybrid Invoice - eB2B Extension“, der nur im eB2B-Bereich gilt. Ein Beschluss des IT-Planungsrats (Beschluss 2022-31) verpflichtet Bund und Länder, mit Ablauf der Umsetzungsfrist der Richtlinie 2014/55/EU mindestens Peppol als Übertragungsweg anzubieten.

Häufige Fragen

Was ist Peppol und wofür wird es genutzt?

Peppol ist ein Netzwerk mit einheitlichen Regeln für den Austausch elektronischer Geschäftsdokumente, insbesondere E-Rechnungen, über zertifizierte Dienstleister. Es wird im öffentlichen Beschaffungswesen und zunehmend auch zwischen Unternehmen eingesetzt.

Ist Peppol in Deutschland verpflichtend?

Nein. Lieferanten können Rechnungen an die Rechnungseingangsplattform des Bundes (OZG-RE) auch per Weberfassung, Upload oder E-Mail übermitteln; bei hohem Rechnungsvolumen empfiehlt E-Rechnung-Bund die Wege über Peppol und per E-Mail. Für Rechnungen zwischen Unternehmen schreibt die E-Rechnungspflicht keinen bestimmten Übertragungsweg vor.

Was ist ein Peppol Access Point?

Ein Access Point ist der Zugangspunkt eines Dienstleisters, über den Unternehmen und Behörden Dokumente in das Netzwerk senden und daraus empfangen; die KoSIT verweist auf eine Liste zertifizierter Access-Point-Provider. Wer einen eigenen Access Point betreibt, muss die offiziellen Akkreditierungstests bestehen.

Welche Rolle spielt die EN 16931 bei Peppol?

Die EN 16931 definiert das semantische Datenmodell für elektronische Rechnungen in der EU. Peppol BIS Billing 3.0 ist eine Spezifikation (CIUS) dieser Norm: Jede Rechnung nach BIS Billing 3.0 entspricht der EN 16931, aber nicht jede normgerechte Rechnung erfüllt die zusätzlichen Peppol-Regeln.

Lassen sich ZUGFeRD oder Factur-X über Peppol senden?

Im Rechnungsformat Peppol BIS Billing 3.0 nicht, denn es ist reines XML. Die Peppol-Codeliste kennt aber seit Version 9.0 (Januar 2025) den Dokumenttyp „France Factur-X“ und seit Version 9.1 (März 2025) einen hybriden Rechnungstyp für den eB2B-Bereich. Ob Ihr Dienstleister und Ihr Empfänger diese Typen unterstützen, klären Sie vorab.

Quellen

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Dieser Ratgeber wurde mit Unterstützung von KI erstellt.